Samstag, 11. Mai 2013

Common Vintage (meets instant love)

Meine Leidenschaft für alte Kameras ist ja inzwischen bekannt. 
Grundsätzlich bin ich aber auch ein großer Fan von 2nd Hand, sei es Kleidung, Möbel, andere Dinge. 
Ich find es sinnvoll und nachhaltig, alles nicht immer neu zu kaufen und Dinge weiter zu verwenden, die andere nicht mehr haben wollen. Alte Möbel aufmotzen und in die eigene Einrichtung einbringen und Klamotten auf dem Flohmarkt oder in 2nd-Hand-Shops zu kaufen, spart nicht nur Geld, sondern durchbricht auch den klassischen "Kaufen-Tragen-Wegwerfen"-Kreislauf.
Jetzt habe ich allerdings nicht mehr soviel Zeit, um tagelang in Kleiderhaufen und auf Kleiderstange nach besonderen, tragbaren Teilen zu suchen und deshalb bin ich total froh, dass es so Seiten wie Common Vintage gibt! "Nie mehr nix zum Anzieh`n" ist das Motto!
Auf dieser Seite kann man in diversen "Shops" nach edlen Vintage-Designerklamotten und ausgesuchten Lieblingsteilen suchen und wird hundertprozentig immer fündig. Entweder kauft man direkt bei Privatpersonen oder shoppt sich durch kleine, intern angelegte Shops. Besonders schön ist, dass man hier auch einfach tauschen kann. So entsteht ein wunderbares großes Netzwerk für Fashionistas und überhaupt alle, die sich gerne und besonders kleiden.
In regelmässigen Abständen veranstalten die Macherinnen von Common Vintage auch Tauschpartys, bei denen man live entdecken, anprobieren und neue/ alte Schätze tauschen kann.
Die Idee dahinter ist, dass man oft den Wert der eigenen Lieblingsklamotten ja nach einer Weile nicht mehr so sieht, dass man auch einfach Lust auf etwas Neues hat, ohne gleich den großen Shoppingfrust in Einkaufshöllen fahren zu müssen, und das es ja auch immer schon gut geklappt hat, mit Freundinnen ausgemusterte Kleider zu tauschen. Das Kleid, das ich inzwischen eh nicht mehr anziehe und das nur noch im Schrank hängt, führt bei jemand anders sicher zu weit mehr Begeisterung und erlangt dadurch wieder neue Trag-Ehre.
Karin von Common Vintage hat mich letztens entdeckt und war so toll, ein kleines Interview mit mir über meinen kleinen Polaroid-Shop zu führen und mich auf dem common-vintage-Blog vorzustellen: hier nämlich!
(vielen Dank nochmals an das Common Vintage Team!)

Auf dem News Blog werden von Karin entdeckte Vintage-Shops, Userinnen der Woche und andere interessante Leute/ Shops/ Aktionen vorgestellt.

Common Vintage ist also ein Projekt ganz nach meinem Geschmack. 
Die nächste Tauschparty findet übrigens am  16.Mai in Berlin statt, aber da ein Fernsehteam dabei sein wird, kann man die Karten dafür nur gewinnen. Schickt einfach eine Mail an: info@commonvintage.com und gebt an, warum Ihr Tauschen so mögt und warum ihr unbedingt dabei sein wollt am 16. Viel Glück!

Weitere Tauschpartys, auch von anderen organisierte, werden vor allem auch auf der Facebook-Seite vorgestellt.

Es lohnt sich also auf jeden Fall, dort mal vorbei zu schauen!

www.commonvintage.com
http://blog.commonvintage.com
https://www.facebook.com/CommonVintage



Samstag, 4. Mai 2013

Berliner Luft (every breath i take)

Letztes Wochenende hat es mich auf die Maientage hier in Neukölln in der Hasenheide verschlagen. Jahrmärkte bzw Rummel, wie man bei uns im Norden sagt, waren für mich früher, als Kind, immer der ultimative Spass. Autoscooter, Jaguar-Bahn, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln...Paradies! 
So war es auch ein kleiner Backflash, mal wieder auf so einem Rummel zu sein, die Düfte zu riechen, die Musik und die Ansagen der Fahrgeschäfte um die Ohren gedröhnt zu bekommen und die bunten Wägen zu sehen. Im Grunde glaube ich, hat sich an dem Ganzen so gut wie nichts verändert, nur die Musik vielleicht. Und weils so schön war, hab ich zumindest ein paar Karussells fotografiert. (keine zehn Pferde bekommen mich noch in den Shaker- no way!)

Benutzt hab ich mal wieder die wundervolle Polaroid EE100, die lieb ich einfach zu sehr!






hier ist der Regler auf zu dunkel verrutscht.


Mit viel Sonne und klarem Himmel werden die Bilder zu 99% immer ganz großartig. Ich liebe wirklich die Farben von dem Fuji FP-100c silk Trennbildfilm! Ein Traum!

Bei der EE100 muss man auf jeden Fall auch drauf achten, dass der Hell-Dunkel-Regler in der Mitte steht und wenn man weit entfernte Motive hat, sollte man an der Blende auch Einstellungen vornehmen. Die Entfernung zu schätzen geht bei dieser Kamera recht einfach. Damit bekommt man auch weit entfernte Motive ganz gut aufs Bild.


Schillingbrücke mit Blick zum Alex.

Schillingbrücke mit Blick zur Warschauer Brücke.

Eastside-Galerie von hinten

 Auch ist es wichtig, die Entwicklungszeit zu beachten, die steht auf der Rückseite der Filmpackung und auch auf jedem Fotostreifen, den man heraus zieht. 
Am Anfang hab ich immer noch einen Countdown auf dem Handy laufen lassen, aber mit der Zeit, hat man das auch im Gefühl.

Zwei neue SX-70 Kameras zum Testen hatte ich auch dabei und auch schon vor dem Rummel auf dem Flohmarkt mit in der Tasche. Diese hier:




Allerdings kam mir bei dem Impossible PX 70 color protection Film diesmal die knallige Sonne nicht sehr zu gute und meine Bilder sind alle etwas zu hell und gelbstichig geworden.
Es ist der erste Film, den ich jetzt bei so gutem Wetter ausprobiert habe, und ich vermute, ich hätte den Hell-Dunkel-Regler weiter auf Dunkel drehen müssen. Muss ich beim nächsten mal auf jeden Fall beachten und schauen, wie die Ergebnisse dann werden.
Ich hab mich in diversen Foren ein bisschen eingelesen, und auch dort wird dieses Problem behandelt. Anscheinend vertragen die PX 70 color protection Filme bei hellem Sonnenlicht eine gute Portion Unterbelichtung. Hat noch jemand anders dieses Problem gehabt? Dann gerne melden!
Im Grunde sehen die Fotos jetzt nämlich so aus, als hätte ich einen original Polaroid Film, abgelaufen 2005 (oder so) benutzt. 






Und Erdbeerbowle gabs dann auch. Fotografiert mit dem Handy und der shake-it-photo-app:




Samstag, 20. April 2013

Neue Freu(n)de (new kids on the block)

Letzte Woche habe ich zwei neue Kameras erstanden und auch neu beledert. Zum einen kam bei mir eine SX-70 PolaSonic und eine seltene SX-70 Alpha 1 SE mit blauem Auslöseknopf an. Das Leder beider Kameras war ursprünglich schwarz und sehr mitgenommen. Teilweise bröckelte es nur vom Anfassen ab, also hab ich es entfernt.
Wie das geht, habe ich ja im vorangegangenen Post schon gezeigt.





Auf die PolaSonic habe ich einen Kunstlederbezug, der einem Originalbezug sehr ähnlich sieht, aufgebracht und die Alpha 1 SE bekam einen weißen Lederbezug, weil ich den sehr schön passend zum blauen Auslöser fand.





Dann habe ich ein paar Tage später endlich auch mal mein Filterset für die Image Kamera ausprobiert. Ich habe für diese Polaroid Kameras eine Nahlinse und auch ein Filterset mit 5 verschiedenen Filtern, die man mit einer Halterung vor die Kameralinse setzen kann. Man hat die Wahl zwischen folgenden Filtern:


F101 Horizontale Bewegungsunschärfe (horizontal 'blur')

F102 roter Filter um runden Mittelpunkt (red center spot)
F103 Sternenregen (starburst)
F104 Dreifach-Bild Prisma (3-image prism)
F105 Fünfach-Bild Prisma (5-image prism)





Ich habe nur schnell ein paar Sachen auf dem Heimweg fotografier und in der Wohnung, um zu sehen, ob die Kamera überhaupt funktioniert. Daher sind die Bilder nicht so toll geworden, aber man kann zumindest erkennen, was diese Filter können. Wenn ich wieder etwas Zeit habe, widme ich mich nochmals einem ganzen Film und den Filtern mit sorgfältiger Motivauswahl.

  3-Fach Prisma


 Beide: 5-fach Prisma

 Sternenregen (leider sieht es eher nach unscharf aus, ich denke aber, bei Sonnenschein ist der Effekt besser)
 verwackelte Close-up-Linse


Gegen die Sonne fotografiert ohne Filter. 


Apropos Sonne: Hallo Frühling!