Sonntag, 25. August 2013

No risk, no fun! (1 Impossible Film- mehrere SX-70 Kameras)

Ich habe öfter mal das Problem, dass ich nur noch einen Film habe und zwei bis drei Kameras da sind, die ich aber auch gerne auf korrekte Funktion testen möchte. So richtig testen, mit Fotos machen und so weiter. Zum Glück gibt es den Impossible Blog und die tollen Tutorials

Wie man einen Film aus der Kamera bekommt, ohne Schaden an den unbelichteten Fotos zu verursachen, habe ich dort gelernt und zeige es heute hier.

Wie also kann man einen einzigen Impossible Film in mehreren Kameras (oder meinetwegen auch nur zweien) hintereinander benutzen? Es ist recht einfach. Hier mal eine Demonstration.
Wer sich nicht ganz sicher ist und Angst hat, den unbelichteten Film zu versauen, kann auch erstmal üben. Dafür braucht man nur eine leere Filmkassette und ein paar fertige Sofortbilder. Die steckt man dann einfach wieder zurück in die Kassette und imitiert quasi einen frischen Film. 


Wenn der Film also noch in der Kamera ist, und man hat, zB noch vier Fotos drauf, die verknipst werden könnten, resp. in einer anderen Kamera zum Einsatz kommen sollen macht man folgendes:

Man nimmt ein Deckblatt eines schon verschossenen Films und öffnet die Filmklappe der Kamera. Das kann man ohne Probleme einfach machen, der Film erleidet dadurch keinen Schaden. Gut ist es natürlich, wenn man es zu Hause macht, aber auch draussen, mit Sonnenschein ist das möglich.



Das Deckblatt wird nun vorsichtig wieder zurück in die Filmkassette geschoben, die weiterhin in der Kamera steckt. Wichtig hierbei: das Deckblatt muss auch wieder so in die Kassette hinein, wie es anfangs positioniert war. Oben links muss eine kleine Kante vorstehen, das ist die Oberseite, die auch so zuerst hinein geschoben wird.




Achtet darauf, dass das Deckblatt oberhalb der innen liegenden, unbelichteten Fotos eingeschoben wird.
Hier nochmals an einer Testkassette gezeigt, die nicht in der Kamera steckt, damit man es besser sieht:


Da sieht man die unbenutzen Fotos quasi,


und darüber muss das Deckblatt geschoben werden



Es mag sich kompliziert anhören, ist aber in der Praxis ganz leicht und wenn man es ruhig angehen lässt und es ein-, zweimal gemacht hat, ist es ganz einfach.

Das Deckblatt muss dann so weit in die Kassette eingeschoben werden, wie es geht.



Und dann kann man die Filmkassette vorsichtig aus der Kamera ziehen. Dabei immer darauf achten, dass man das Deckblatt weiter nach hinten schiebt.

Wenn alles geklappt hat, ist normalerweise die zu belichtende, empfindliche Fläche komplett abgedeckt. Oben am Rand sieht man noch etwas vom weißen Polaroidrand. Ist die Kassette draussen, kann man das Deckblatt auch dort bis an den Rand schieben.


Dabei nicht zuviel Druck auf den Mittelteil ausüben. Normalerweise schiebt es sich fast wie von alleine hoch.


Jetzt noch unten an der Kassette die Lichtschutzklappe hochklappen (Plastikschiene am unteren Teil) und der angefangene Film kann bis zur weiteren Verwendung sicher verstaut werden. Oder ihr legt ihn gleich in die nächste Kamera ein.





Wenn alles gut gelaufen ist (was es meistens tut!) kann man so den angefangenen Film ohne weiteres weiter benutzen. 
Wenn es nicht ganz so super geklappt hat (was passieren kann, zB beim ersten Mal ohne Übung oder wenn man zu hastig ist) ist evtl ein Bild hin. Aber wie erwähnt: No risk, no fun.

Da ich oftmals Kameras für meinen Shop testen muss, wende ich diesen Trick eigentlich dauernd an um mit einem Film/ 8 Bildern 2-3 Kameras zu testen. Hier ein paar Fotos, die ich mit zwei Kameras und einem Film gemacht habe:

1. SX-70 Sonar Autofokus - Fotos 1-3




2. Polaroid SX-70 Alpha - Fotos 4-5 (gleicher Film)



Und damit: viel Spass beim Filmkassetten-sharing!




Dienstag, 30. Juli 2013

Ahoi, Ihr Landratten! (sailing on the seven seas)

Gestern war ich auf eine Floß-Tour auf der Spree eingeladen. Eine liebe Freundin hat ihren Geburtstag gefeiert und uns dazu auf ein Mietfloß eingeladen. Wir sind im strömenden Regen zur Ablegestelle in den Treptower Park gekommen und waren sehr unsicher, ob sich das bei diesem Mistwetter überhaupt lohnen würde, aber nach etwa zwanzig Metern aus "See", klarte der Himmel plötzlich auf und der Regen ließ nach. Dann wurden wir mit Sonnenschein und Wärme belohnt und hatten einen tollen Tag auf dem Wasser. 
Es war ein riesen Spass! Für diese Mietflosse braucht man nicht einmal einen Führerschein, weil die Motoren nur 5 PS haben und man ganz gemächlich übers Wasser tuckert. Wir sind bis nach Köpenick und zurück geschippert und dann noch einen Abstecher zur Oberbaumbrücke gemacht und haben Berlin mal ganz anders, nämlich von der Wasserseite aus, kennen gelernt. 
Man kann Floße stundenweise oder für einen ganzen Tag mieten und entweder bis zu 5 Personen oder bis zu 8 Personen (je nach Floßart) mit nehmen. Es sind bequeme Sessel auf dem Floß vorhanden, wenn man möchte, kann man auch darauf grillen. Es ist ein toller Spass und macht unglaublich Lust auf mehr! Je nachdem, wonach einem mehr ist, kann man in die Stadt und durch das Regierungsviertel zB oder raus aus der Stadt ins Grünere fahren. 
Ich habe zur Feier des Tages den restlichen Impossible PX 70 Film verknipst und in der 600er Kamera, also der Polaroid SLR 680, ganz herrliche Ergebnisse erzielt! Obendrein noch eine Premiere, denn ich habe das erste Mal anstatt irgendwelcher Dinge und Orte, fast nur Personen fotografiert. Aber seht selbst:








Schwimmen war auch kein Problem, denn die Wasserqualität der Spree dort ist vollkommen in Ordnung und das Wasser von den letzten Tagen noch sehr aufgeheizt. 

Ich bin wirklich immer noch ganz begeistert und kann es nur jedem empfehlen! Es gibt in Berlin ganz viele Anbieter für solche Flöße, am besten sucht man sich da einfach etwas raus. Preislich liegen die auch alle beieinander, aber wenn man es sich mit mehreren Personen teilt, wird es für alle ein annehmbarer Preis. 

Ich plane jedenfalls schon die nächste Tour!
Ahoi!

Samstag, 27. Juli 2013

Ch-ch-changes (SX-70 Film in einer 600er Polaroid-Kamera)

Darüber, wie man einen 600er Film in einer SX-70 Kamera ohne Probleme verwenden kann, hab ich ja hier schon berichtet. Umgekehrt wird natürlich auch ein Schuh draus. Dank der tollen Tutorials auf dem Impossible-Blog gibt es immer eine Lösung für anstehende Kamera/ Filmprobleme und eines davon ist dieses:
Ich möchte gerne einen SX-70 Film (Bei Impossible PX 70) in meiner Polaroid SLR 680 /  600er Kamera verwenden (ich habe nämlich keine 600er/ PX 680 Filme mehr im Haus & draußen ist es zu heiß, um nochmals durch die halbe Stadt zu fahren, um mir einen passenden Film zu kaufen/ ich will JETZT Fotos machen/ ich hab kein Geld für einen neuen passenden Film/ etc pp). Benutzt man einfach so den SX-70 Film in der 600er Kamera, wird das Bild meistens so dunkel, dass man fast nichts darauf erkennen kann. Mit dem Hell-Dunkel-Korrekturrädchen kann man da auch nicht mehr viel raus holen.



Damit es doch klappt, braucht man nur ein kleines Stück ND-Filter und schon funktioniert alles wieder.

Leider ist da natürlich noch die Voraussetzung, dass man so eine Filterfolie schon im Haus hat. 
Ich empfehle wirklich jedem/jeder, der/ die viel oder öfter mal mit Sofortbildfilmen fotografiert, sich die anzuschaffen. Bei Impossible gibt es einen Zweierpack Filter für den Film, also die Folie, die man auf die 600er Filmpackungen klemmt, um sie in der SX-70 zu benutzen, für kleines Geld (gerade im Angebot für nen Fünfer). Den zweiten Filter kann man dann für den umgekehrten Weg zuschneiden. Ansonsten kann man auch einfach mal im Internet ein bisschen suchen, denn es gibt auch so Linsenfilter, die schon zugeschnitten sind und die man quasi vor die Linse direkt klebt. Sie sind auch einfach wieder abzunehmen. So einen habe ich diesmal benutzt.






Diesen Filter befestigt man dann vor der kleinen Öffnung links vorne an der Kamera (im Bild rechts, also da, wo man normalerweise die Helligkeit am Rädchen einstellt. Dabei muss beachtet werden, dass das Rädchen mittig steht, wenn ihr dann Fotos schießt.


Bei Polaroid wird das in der original 70er Jahre Beschreibung "Elektrisches Fotoauge" genannt. Im englischen dann "light meter" (Lichtmesser, vielleicht?) Wie das wirklich heißt, oder ob es wirklich so heißt, weiß ich allerdings als totaler Technik-Loser nicht. Aber es ist ja klar, was ich meine jetzt.

Und dann kanns los gehen. 
Ich habe nur kurz ein Testbild in der schattigen Küche geschossen, ohne Blitz, um zu schauen, ob es überhaupt funktioniert. Und ja, es klappt wunderbar! 
Etwas mehr Licht hätte das Bild noch vertragen können, aber man sieht schon, wie es werden soll. Benutzt man einen SX-70 Film normalerweise in einer 600er Kamera, ist auf den Bildern eigentlich fast gar nichts zu erkennen, ausser Dunkelheit, wie erwähnt. Die SX-70 Filme sind viel unempfindlicher als die 600er Filme und da reicht es dann nicht aus, was die Kamera beim Belichten schafft. Der Filter spielt der Kamera vor, dass das Bild länger belichtet werden muss und lässt die Blendenautomatik entsprechend reagieren. 
So hab ich es jedenfalls verstanden- falls ich falsch liege: korrigiert mich. 

Morgen wird die Funktion noch bei Tageslicht und Tropenhitze ausprobiert. Kühltasche mit Kühlakkus inklusive.